Die Karibik ist ohne Zweifel eine Traumdestination. Weisse Strände, kristallklares Wasser und eine Durchschnittstemperatur von 28° Grad locken viele Reisende an. Eine der schönsten Inseln im karibischen Meer ist Bonaire, die zweitgrößte der ABC-Inseln (neben Aruba und Curaçao). Geographisch ein Teil der Kleinen Antillen liegt Bonaire nur ca. 60 km vor der Küste von Venezuela. Politisch gehört die Insel zu den Niederlanden. Nach Auflösung der Niederländischen Antillen besteht das Königreich der Niederlande aus den Niederlanden, Aruba, Curaçao und St. Maarten. Die übrigen Inseln Bonaire, St. Eustatius und Saba sind jetzt “besondere Gemeinden innerhalb der Niederlande” und werden “BES-Inseln” genannt. Einzige Änderung für Reisende besteht in der Währungsumstellung Anfang 2011 vom “Antillengulden” auf US-Dollar auf den “BES-Inseln”.
Karibische Niederlande
Die Sprachen, die auf der ca. 40 km langen Insel gesprochen werden, sind Niederländisch als Amtssprache und Papiamentu als Umgangssprache auf portugiesischer Basis mit spanischen, niederländischen und englischen Einflüssen. Die Hauptstadt von Bonaire ist Kralendijk. Die Architektur im Kolonialstil lässt den holländischen Einflüss deutlich spüren und man fühlt sich ein wenig an Amsterdam erinnert. Zu den Attraktionen der Stadt gehören farbenfrohe Häuser, der Fischmarkt, ein Inselmuseum, die Hafenpromenade und einige Casinos. Bonaire besteht aus dem grünen, hügeligen Norden und dem trockenen, flachen Süden. Im Nordwesten befindet sich der Washington Nationaal Park. Im Süden hingegen gab es natürliche Salzseen und heute dient ein Viertel der Gesamtfläche der Südhälfte der Salzgewinnung. Man sollte nicht glauben, dass hier ein Vogelschutzgebiet für Flamingos liegt. Die Ostküste ist eher schroff und felsig, unterbrochen von sandigen Buchten. Sehenswert ist Lac mit einem üppigen Mangrovenwald. Die wilden Esel auf Bonaire leben heute größtenteils in Reservaten. Häufig zu finden gibt es noch Leguane. Im übrigen prägen baumgroße Säulen- und Kandelaberkakteen das Inselbild.
Tauchparadies Bonaire
Der Tauchtourismus stellt für die Insel einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Jährlich besuchen etwa 50.000 Urlauber die Insel, um zu Tauchen oder zu Schnorcheln. Deshalb wurde schon 1979 der Bonaire Marine Park gegründet und das Gebiet um die Insel 1997 offiziell zum Naturschutzgebiet erklärt, um die Unterwasserwelt zu schützen. Einzigartig in der Karibik ist das Saumriff vor Bonaire. Fast alle Tauchspots sind direkt vom Strand erreichbar. Diese sind am Straßenrand mit gelben Steinen gekennzeichnet. Einzig die Tauchplätze um die unbewohnte Insel Klein-Bonaire müssen mit dem Boot angefahren werden. Aber auch für Nichttaucher gibt es genug Möglichkeiten, den Urlaub erlebnisreich zu gestalten. Schwimmen, Windsurfen, Kitsurfen bieten sich ebenso an wie Wandertouren. Naturbegeisterte können an geführten Vogelbeobachtungen teilnehmen.
